Fall­beispiel / Ober­bay­ern / Lkr. Traunstein

Zweckverband zur Wasserversorgung der Achengruppe: Herausforderung Fachpersonal

Geeignetes Per­son­al zu find­en und zu beschäfti­gen, ist für ein Wasserver­sorgung­sun­ternehmen eine Her­aus­forderung. Zahlre­iche Auf­gaben ver­lan­gen nicht nur die geeignete Tech­nik, son­dern auch Per­son­al mit entsprechen­den Fachwissen.

Gutes, fach­lich qual­i­fiziertes Per­son­al ist in der Wasserver­sorgung oft Man­gel­ware. In den let­zten Jahren wur­den beim Zweck­ver­band Achen­gruppe nur zwei Lehrlinge aus­ge­bildet. Der Beruf als Wasserver­sorgung­stech­nikerin oder ‑tech­niker wird noch nicht aus­re­ichend als das kom­mu­niziert, was er ist, näm­lich eine ver­ant­wor­tungsvolle Tätigkeit mit span­nen­den und umfan­gre­ichen Auf­gaben und ein­er ange­se­henen Aus­bil­dung.“, so Wolf­gang Grösch, Werkleit­er des Zweck­ver­ban­des Achengruppe.

Jed­er Wasserver­sorg­er ist anders. Ins­beson­dere Net­ze und Hydraulik unter­schei­den sich von Betreiber zu Betreiber. Daher sind Mitar­beit­er gefragt, die die jew­eils erforder­liche Aus­bil­dung und Erfahrung mitbringen.” 

Wolfgang Grösch, Werkleiter des ZV Achengruppe

Berufsweg „Fachkraft für Wasserversorgungstechnik“

Wer eine Kar­riere in der Wasserver­sorgung­stech­nik anstrebt, kann die Aus­bil­dung zur Wasserver­sorgung­stech­nikerin oder zum Wasserver­sorgung­stech­niker absolvieren. Neben ein­er klas­sis­chen 3‑jährigen Aus­bil­dung ist dies bei entsprechen­der Beruf­ser­fahrung im Bere­ich Wasserver­sorgung auch durch einen berufs­be­glei­t­en­den Lehrgang möglich. Dieser umfasst 13 Lehrgangswochen, die auf ins­ge­samt 12 Monate verteilt durchge­führt wer­den. Wasser­wirtschaft, Wassergewin­nung, ‑förderung, ‑unter­suchung und Trinkwasser­schutz sind nur einige der Kernge­bi­ete der Aus­bil­dung. Im Zuge dieser Aus­bil­dung, wird auch Wis­sen zum The­ma Elek­trotech­nik vermittelt.

Weiterbildung zum Wassermeister

Wasser­meis­ter übernehmen ver­ant­wor­tungsvolle Auf­gaben in Ver­sorgungs­be­treiben. Neben tech­nis­chen Kom­pe­ten­zen im Bere­ich der Wasserver­sorgungsan­la­gen und Qual­ität­san­forderun­gen, gehören auch Organ­i­sa­tion und Per­son­alführung zu den Auf­gaben eines Wassermeisters.

In Abhängigkeit der ver­sorgten Ein­wohn­er sowie der Kom­plex­ität der vorhan­de­nen tech­nis­chen Anla­gen­teile muss die Ver­sorgung mit­tels geeignetem Fach­per­son­al (tech­nis­che Führungskraft) sichergestellt werden:

  • Wasserverteilung (ohne Wassergewin­nung/-auf­bere­itung) bis 5.000 ver­sorgte Einwohner :
    • Anla­gen­mechaniker oder Versorgungstechniker
    • Geprüfter Net­z­mon­teur
  • Wasserverteilung (ohne Wassergewin­nung/-auf­bere­itung) bis 30.000 ver­sorgte Einwohner:
    • Geprüfter Net­zmeis­ter
  • Wassergewin­nung, ein­fach­er Wasser­auf­bere­itung und Wasserverteilung bis 5000 ver­sorgte Einwohner:
    • Fachkraft für Wasserversorgungstechnik
  • Wassergewin­nung ein­fach­er Wasser­auf­bere­itung für 5.000 bis 30.000 ver­sorgte Ein­wohn­er oder Wassergewin­nung, weit­ge­hende VWasser­auf­bere­itung und Wasserverteilung bis 30.000 ver­sorgte Einwohner:
    • Geprüfter Wasser­meis­ter
    • Geprüfter Ver­sorgung­stech­niker
  • Wasserver­sorgung bei über 30.000 Einwohnern:
    • Ein­schlägiger inge­nieur­wis­senschaftlich­er Hochschulabschluss

Kom­pe­tentes Fach­per­son­al ist gefragt. Gemessen an der Anzahl der Ver­sorg­er gibt es derzeit noch zu wenige Fachkräfte und Auszu­bildende. Auch Führungskräfte, wie Wasser­meis­ter und Geschäft­sleit­er, sind heiß begehrt.

Zweck­ver­band zur Wasserver­sorgung der Achengruppe
System
Trinkwasser
Regierungsbezirk
Oberbayern
Landkreis
Traunstein
Länge des öffentlichen Trinkwassernetzes
400 km
Anzahl der angeschlossenen Einwohner
14.200